Nach der Origami ist vor der Origami, könnte man sagen, denn nach der 3. Karlsuher Origami mit Frank - meiner ersten Origami überhaupt, wollte auch ich ein besonderes Radfaltererlebnis für alle Faltradfreunde organisieren. Ohne die Hilfe von Frank, der auf dem VCD-Stand der Karlsruher Messe Fahrrad-Markt-Zukunft unsere Flyer auslegt und in diversen Foren an andere Faltrad-Freunde verteilt hat und ohne seine Ortskenntnis im Karlsruher Umland, hätte diese Tour aber nicht das werden können, was sie geworden ist - eine wunderschöne 4. Karlsruher Origami.Doch vor der Freude erst das Leid - wir (Frank, Steffi und ich) sind die Origami schonmal vorab gefahren. Am Samstag vor der eigentlichen Tour war das Wetter allerding weniger schön als erhofft, aber Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tauend Worte...
Treffpunkt war am Turm des Karlsruher Schlosses. Schon früher als verabredet hatten sich zahlreiche Faltradfreunde mit ihren Rädern am verabredeten Treffpunkt versammelt. Natürlich musste man sich gleich mal das Faltrad seines "Nachbarn" näher betrachten, um zu begutachten, wie die eine oder andere Verbesserung, Modifikation oder Detaillösung von Ihm durchgeführt worden war. Da gab es nachträglich angebrachte Pedale von Wellgo, SKS und Shimano, diverse Taschenlösungen und Schloßbefestigungen an Gepäckträger, Lenkerstange oder Rahmen, Batterielampen oder SON-gespeißte Lichtanlagen, Hydraulische Bremsen von Magura, Terry Hinternschmeichler und Brooks Popoquäler (sagen die Anderen...), und und und - man könnte die Aufzählungen ewig weiterführen.
Fast hätte man vergessen können, warum wir uns in Karlsruhe versammelt hatten. Die 4. Karlsruher Origami sollte uns, als Tour de Vogel (wie passend bei 1 Dahon und 9 Birdys), von Karlsruhe über Ettlingen und Durlach, zurück nach Karlsruhe führen - eine Genusstour, die die Teilnehmer nach ca. 30 Kilometern Strecke mit einem Freigetränk im Vogelbräu Karlsruhe belohnt.Also los. Rauf auf die Räder und ab Richtung Hauptbahnhof Karlsruhe, denn wir wollten noch Jürgen abholen, der für die Origami extra aus Siegburg angereist war. Frank übernahm die Rolle des Roadcaptain und führte uns durch die Stadt zu unserem ersten Etappenziel. Ein Highlight war die Durchquerung des Karlsruher Zoos, wobei man sich als Faltradfahrer fragt, wer dort denn die Attraktion sei - die Tiere oder die Falträder?Vom Bahnhof aus fuhren wir dann nach Ettlingen, wo wir die erste Rast einlegten. Auf den ersten Kilometern wurden dann die obligatorischen Diskussionen zu Sattel, Sitzpositon, Bremse und Schaltung geführt. Das ging sogar so weit, dass Räder hin- und hergetauscht wurden. Was war denn da los - hatte Bernd nicht gerade noch ein schwarzes Birdy und Jörg war doch auf einem Weißen Birdy unterwegs gewesen?? Gedächtnisschwund, Umlackiert oder gar Sehschwäche?? Oder wollte da nur jemand in den Genuss von Bernds Rohloff Getriebenabe kommen? Unterwegs machte Peter dann noch die Entdeckung, dass sein Maxxis Hinterradreifen sich langsam aber sicher auflöste - nichts anmerken lassen - fachmännisch den fortschreitenden Reifentod im Auge behalten und weiterfahren - der Reifen quittierte erst nach der Origami seinen Dienst - jetzt ist auf Peters Birdy der Marathon Racer - mal sehen, ob der länger hält.
In Ettlingen angekommen, stärkten wir uns erst einmal mit Radler, Apfelschorle oder einer Brezel. Die getankte Energie und die gesamelten Impressionen von der Ettlinger Altstadt, konnten wir dann auf dem Wegn nach Durlach sehr gut verwerten, denn aus Ettlingen heraus gab es einen kurzen aber heftigen Anstieg. Für die kurze Anstrenung wurden wir dafür aber auch mit einer rasanten Abfahrt zur Hedwigsquelle auf einem Radweg am Waldrand und einer herrlichen Fernsicht belohnt.
Dann folgten wir der guten Beschilderung Richtung Durlach. Vorbei an Wolfartsweier ging es zügig zum Durlacher Vogelbräu. Im Biergarten sorgten wir dann für die, bei sportlichen Aktivitäten so wichtige Flüssigkeitsaufnahme - manche taten dies auch in Form von Gulaschsuppe und deckten damit ein Drittel des Tagesbedarf eines Erwachsenen (lecker Gulaschsuppe - richtig Jan?).
Durch Durlachs malerische Gässchen führte uns Frank wieder zurück Richtung Karlsruhe. Dort lösten wir unsere Vogelbräu "Tour de Vogel"-Bons ein und bekamen zur Belohnung zusätzlich zu einer wunderschönen Origami noch ein Freigetränk spendiert - kann ein Tag noch schöner sein?! Von dort aus verabschiedeten sich Bernd aus Mannheim mit seinem schwarzen Birdy, Jürgen aus Siegburg mit seinem blauen Birdy (neues Modell) und Peter mit seinem blauen Birdy mit Brookssattel in Richtung Bahn. Olaf mit seinem roten Birdy und Evelyn mit Ihrem Dahon Vitesse D6 traten Ihren Heimweg Richtung Baden Baden an.
Mirjam mit ihrem grünem Birdy, Steffi ihrem weißem Birdy, Jan mit seinem 20 Zoll Jubiläumsbirdy, Frank mit seinem roten Birdy und ich (Jörg) mit meinem weißen Birdy fuhren noch zurück zum Schoss und beendeten damit die 4. Karlsruher Origami - schön war's, vielen Dank an alle und im September machen wir mit Jan und Mirjam eine Wein- Origami am Kaiserstuhl!
Bilder gibt es hier: 2007_06_24_TourDeVogel
Donnerstag, 12. Juli 2007
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